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Deine narzisstische Mutter treibt dich in den Wahnsinn!

Narzisstische Mutter

Königin – Anna Velichkovsky/Fotolia 66447481

„Hast Du auch eine Mutter, die dich an den Rand des Wahnsinn treibt? Immer noch und immer wieder!

Jeder kennt das und es hört nie auf, egal welche Rolle wir im Leben einnehmen und welche Erfolge wir verzeichnen.
Jeder bleibt Kind seiner Mutter. Das ist grundsätzlich in Ordnung. Ein bisschen Kind sein schadet auch im fortgeschrittenen Alter nicht. Allerdings gibt es Mütter, die einen in den Wahnsinn treiben – die narzisstische Mutter!

Eine Narzisstische Mutter hat einen unerschöpflichen Bedarf nach Aufmerksamkeit,Bewunderung und Wertschätzung. Nichts ist schlimmer als nicht gesehen zu werden.  Sie versucht alles um  diese Aufmerksamkeit zu bekommen, im positiven, aber wenn das nicht geht auch im negativen Sinn.

Das wichtigste Ziel ist es in Ihren Beziehungen Kontrolle und Macht auszuüben.

Für eine narzisstische Mutter sind Kinder in der Regel auch Objekte, die sie bewundern und sich ihr unterordnen müssen, um jeden Preis.  Die Kinder werden je nach Bedürfnis eingesetzt (instrumentalisiert) und vor allem auch gegeneinander ausgespielt. Eine wichtige Möglichkeit der Machtausübung ist in diesem Zusammenhang eine Kommunikationsstruktur aufzubauen, die man Triangulierung nennt. Die Kommunikation findet hier grundsätzlich über die Mutter statt. Die Mutter  kontrolliert somit wer welche Informationen in der Familie erhält und steht dadurch wieder im Mittelpunkt.

Ein Beispiel ist hier Bella (Name verändert) die inzwischen Mitte 50 ist und nach einer narzisstischen Attacke der Mutter zu mir in die Praxis kam.

Verstörte Alice © Anna Velichkovsky | Fotolia.com

Nichts ist wichtiger als Aufmerksamkeit

Aufgewachsen ist Bella in einem Geschäftshaushalt. Die Mutter war mit Leib und Seele Geschäftsfrau und bekam als die Chefin die notwendige Aufmerksamkeit, die eine Narzisstin unbedingt benötigt.

Die Tochter wurde während der Arbeitszeiten alleine in ihrem Kinderzimmer eingesperrt. Eine kurzzeitig eingestellte Kinderfrau, die Bellas Leben mit Zuneigung und Aufmerksamkeit erhellte, wurde fristlos entlassen. Zu groß war die Eifersucht der narzisstischen Mutter. Also saß Bella fortan wieder 12 Stunden alleine in ihrem Kinderzimmer.

Auch heute noch hat die Mutter kein Unrechtsbewusstsein, es ging halt nicht anders…

Die Folgen von Narzissmus

Bella wuchs also mit einem Minimum an Zuneigung und Aufmerksamkeit auf. Ihr Selbstbewusstsein und Selbstwert war gering. Ihr einziges Ziel war es sich immer wieder anzupassen. Wenn Sie sich nur immer noch mehr anstrengte und anpasste, dürfte sie bei der Mutter bleiben und musste nicht mehr alleine in ihr “Gefängnis” zurück. Sie wollte einfach nur dazu gehören.

Ihr ganzes Leben passte sie sich also an, immer ihre Mutter im Blick. Ihr einziges Ziel war die Mutter bei Laune zu halten, um sie gnädig zu stimmen und nicht ausgestoßen zu werden.

Dieses Spiel trieb sie mit der ganzen Familie. Jeder versuchte sein Bestes zu geben um die Frau/Mama bei Laune zu halten.

 

Der Vater als strafende Macht

König und Königin © Anna Velichkovsky | fotolia.com

Sie bestimmte dauerhaft die Kommunikation. Jeder Fehltritt wurde an den Vater gepetzt. Der trat dann als strafende Instanz auf.  Schlimm war nur, dass die “Fehltritte” nie vorhersehbar waren. Sie konnten bestenfalls an den Gesichtszügen der Mutter oder ihren eingeschnappten patzigen Antworten erahnt werden. Alle standen dann stramm… bitte nur nicht dem Vater weitersagen. Er vollzog dann in Form von Schlägen oder aggressiven Wutausbrüchen die Strafe. Sie spannte ihn für sich ein und er war im Ergebnis immer der Böse, der Gefürchtete. Die narzisstische Mutter trat anschließend sofort als die “Friedensstifterin” auf.

 

Narzisstinnen spielen ihr Spiel außerordentlich geschickt.

Es ist für die Beteiligten oft jahrelang nicht zu erkennen, wie sie die ganze Familie manipulieren und bestimmen.

Im Ergebnis läuft jede Kommunikation über die narzisstische Mutter, der Vater wird zum bösen Vollstrecker.

Bella distanzierte sich nach einer intensiven narzisstischen Attacke von der Mutter. Dieses Mal war sie es, die sich selbst aus dem narzisstischen Spiel nahm.  Narzissten ändern sich nicht. Sie hat erkannt, dass es die einzige Möglichkeit ist  ihre eigene Würde und Selbstwert nicht ganz zu verlieren.

Die Mutter treibt weiter ihr narzisstisches Unwesen. Sie bekommt jetzt die Aufmerksamkeit als die arme leidtragende Mutter, deren Tochter doch immer wieder so undankbar ist.

 

Narzissten lassen ihr Opfer nicht von Angel

Aber diese Aufmerksamkeit als Leidtragende wird nicht ewig dauern. Und Narzissten lassen Ihre Bewunderer und  Untergebenen nicht so schnell von der Angel. Sie wird wieder versuchen Kontakt aufzunehmen. Auf Einsicht oder eine ernst gemeinte Entschuldigung darf man als Tochter oder Sohn aber nie hoffen.

Die entscheidenden hilfreichen Schritte für die betroffene Tochter oder Sohn sind

  • zu erkennen, dass es sich um ein narzisstisches Spiel handelt bei dem man der Spielball ist.
  • aufzuhören die Situation (er) klären zu wollen, da der Narzisst kein Interesse daran hat
  • zu erkennen, dass man als Tochter/Sohn alles Mögliche getan hat („mehr hätte ich nicht mehr tun können„) und dass man
  • nie die Liebe, Zuneigung und Achtung bekommen wird, die man sich vorstellt oder erhofft.

Lassen Sie sich helfen die Wunden aus narzisstischen Beziehungen zu heilen!

 

Beitragsbild: © Anna Velichkovsky | Fotolia


Posted on 1. August 2016 by prenzeline.