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Warum reden alle so viel über Narzissten?

Ist Narzissmus einfach nur modern?

„Nicht schon wieder eine Frage zu Narzissmus“, meinte ein User von Quora, dem Frage und Antwort-Netzwerk.

Narzissmus bewegt das www und seine Nutzer. Und nicht nur dort liest man über diese „Spezies“.

Man könnte wirklich meinen,  sie sind echt in Mode.

Und  wenn wir von Narzissten sprechen, dann geht es nicht um 0815 Egoisten oder Menschen mit gesunden narzisstischen Anteilen.

Gemeint sind hier eher Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung, die NPS´ler.

Narzissmus - warum gerade jetzt so aktuell?

Die ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg rangen die Menschen ums reine Überleben.

Der Focus war beim Broterwerb und Aufbau von Wohlstand. Dem wurde alles untergeordnet.

Da war kein Platz für die Psyche.

Inzwischen sind die Grundbedürfnisse gestillt und die Forschung auch ein Stück weiter.

Wir gehen jetzt bewusster mit persönlichen Problemen um. Wir schauen genauer hin, wenn jemand psychisch und körperlich krank ist.

Deswegen sind die Psyche und ihre Verletzungen deutlich in den Focus gerutscht. Heute weiß man aus vielen Forschungsberichten, dass

  • viele körperliche Beschwerden durch psychische Probleme ausgelöst werden (und andersherum)
  • psychische Misshandlung genauso schmerzhaft sind, wie körperliche.

Narzisstische Beziehungen

= psychische Misshandlungen?

Eine längerfristige Beziehung zu einem pathologischen Narzissten haben immer Aus- und Nachwirkungen.

Besonders Menschen mit einem labilen oder geringen Selbstwert sind prädestiniert „Opfer“ von Narzissten zu werden.

Beide haben eins gemeinsam: ein Selbstwertdefizit.

Nur die Bewältigungsstrategien sind unterschiedlich.

Der pathologische Narzisst hat zur Stabilisierung seines Selbstwerts eine enorme Selbstbezogenheit, Egozentrik und Geltungsbedürfnis entwickelt. 

Dazu setzt er alles ein was ihm zur Verfügung steht: Charisma, Schauspielerei, sowie Manipulation, Abwertung, Misshandlung, Isolation und Gaslightning des Partners. Das alles geschieht immer mit dem Ziel den anderen bei der Stange zu halten, um die narzisstische Zufuhr an Energie, Lob, Aufmerksamkeit und Anerkennung zu gewährleisten.

Seine fehlende Empathie schützt ihn vor schlechtem Gewissen und Schuldgefühlen.

 

Die Folgen von narzisstischen Beziehungen

Der Schaden für den Partner ist meist katastrophal.

Sein geringes Selbstwertgefühl wird völlig demontiert, es erfolgt eine regelrechte Gehirnwäsche und bis hin zum Persönlichkeitstausch. 

Der Betroffene lässt sich über die narzisstischen Taktiken völlig destabilisieren, aushöhlen und entwerten. Er wird leer und gefühllos.

Es ist fast wie in einer Sekte, alles wird dem Narzissten untergeordnet, auch das Denken und Fühl.

Er kennt sich irgendwann selbst nicht mehr.

Folgen dieser seelischen Demontage sind nicht selten Burnout, Angst- und Panikattacken, Schlafstörungen, bis hin zu schwerwiegenden Krankheiten.

Das Leid muss verarbeitet werden

Heute werden diese Krankheiten nicht mehr nur als Schicksal oder Gott gegeben hingenommen.

Man sucht nach Ursachen und informiert sich. 

Bei dieser Suche erhält das  Beziehungsdrama oft einen Namen: Narzissmus.

Auf der Suche nach der Ursache und einer Lösung kann inzwischen auf viel fachliche Literatur und Forschung zurückgegriffen werden. Das hilft weiter, ist aber noch nicht die Lösung.

Auf der Suche nach einer Lösung wird natürlich Narzissmus thematisiert, hinterfragt und beschrieben, wie wir im Netz und in der Presse nachvollziehen können.

Diese Thematisierung ist  Aufklärung, aber auch ein Teil der Aufarbeitung aller Betroffenen.

Diese Aufarbeitung kann Nicht-Betroffene durchaus schon mal nerven…

Das Gute im Schlechten?

Im schlimmsten Leid kann diese Frage gar nicht nachvollzogen werden.

Vor dieser Erkenntnis kommen lange Phasen von Wut auf sich und den Narzissten.

Viel Leid und Schmerz wollen angesehen und verarbeitet werden.

Es ist ein langer Weg auf dem man sich tunlichst nicht nur in der Anklage der Narzissten verlieren soll. Zumal das nichts nützt, sie werden sich nicht ändern.

Aber die Betroffenen können sich ändern. Das ist ihr großer Vorteil.

Die Betroffenen haben ein schwaches Selbstwertgefühl, aber sie können sich selbst reflektieren und erkennen, wo sie dem Narzissten mit ihrem Verhalten in die Hände gespielt haben.

Sie können aus dieser Zeit lernen und daduch ihr Selbstbewusstsein stärken.

Das Gute im Schlechten ist im Ergebnis, dass sie sich selbst viel besser erkennen und den Weg der Freiheit in ein starkes ICH wählen können.

Auch können sie dann anderen narzisstischen Menschen aus dem Weg gehen oder schneller ihre Störung erkennen. Das schützt!

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Posted on 22. März 2019 by prenzeline.


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