info@barbara-cada.de    Tel: 089 23144943

Reif für die Insel?

Stress, Erschöpfung, Burnout: die wichtigsten (Fehl-) Informationen auf den Punkt gebracht!

Darf ich vorstellen - mein neuer Nachbar:

  • Harter Job als CEO in der IT-branche (80 Std./Woche)
  • Jung verheiratet und mit Kleinkind (schlaflose Nächte)
  • Ehefrau, der die Decke auf den Kopf fällt und die schon über Scheidung nachdenkt
  • Teure Eigentumswohnung (hoch verschuldet)  und
  • ständig umhüllt von einer explosiven Wolke aus Anspannung, Stress und Streit

 

Puh ... nur schnell vorbei an der nachbarlichen Wohnungstür.

Am dritten Tag entkam ich nicht mehr.

Die Schwiegereltern, die auch noch zu Besuch waren, stellten sich vor.  Nach der Frage was ich so beruflich mache, schwappte (wie so oft) eine Problem- und Sorgenwelle über mich:

Die Kinder...  Arbeit rund um die Uhr, Stress. Ist das vielleicht Burnout oder agitierte Depression. Auf jeden Fall herscht hier Dauerstreit, Krise und mögliche Trennung, Aggressivität, das arme Kind...

Die Schwiegereltern erkannten klar: ein  umfangreiches Betätigungsfeld für einen Psychotherapeuten oder Coach. 

Bitte nicht! Und Ferndiagnosen gehen gar nicht und schon gleich zweimal nicht beim Nachbarn.

Sie haben gegoogelt und bei Burnout gibts 65 Millionen Einträge, super, viel zu lesen, gespickt mit Widersprüchen.

Haben Sie auch schon mal nach Burnout gegoogelt?

Haben Sie auch schon mal gegoogelt?

Burnout, Stress, Erschöpfung...

Dann interessiert Sie auch die ein oder andere Frage und Antwort:

Ich arbeite zu viel, bin ich burnout-gefährdet?  

Ja und nein!

Ja, wenn Sie wie in dem Beispiel längere Zeit rund um die Uhr arbeiten, Ihr Kleinkind Sie keine Nacht schlafen lässt, Sie Sorgen und Schuldgefühle plagen und Ihre Frau/Mann die Scheidung eingereicht hat.

Das kann dann schon mal zu Burnout führen. Aber eben nicht nur alleine die Arbeit. Das beweisen die vielen Manager, die eben auch rund um die Uhr arbeiten und sich dabei sehr wohl fühlen. 

 

Hilft Urlaub und Wellness gegen Burnout? 

Auf eine intensive Arbeitsphase muss eine Phase der Entspannung folgen.

Wenn die Anspannung und der Stress aber Dauerzustand sind verändern sich die Psyche, die Körper- und Hirnfunktionen.

Dann wird Erholung und Urlaub nur noch einen kurzzeitigen Erfolg bringen.

Wenn dann nicht eine komplette Lebensänderung erfolgt, könnte ein Burnout mit Zusammenbruch und Rückzug drohen.

Dann wird nur noch ein umfangreiche Therapie helfen.

 

Ist Stress immer die Ursache für Burnout?

Vermutlich ja, aber Stress ist nicht gleich Stress.

Es gibt positiven (Eustress) und negativen (Dys) Stress.

Für kurze Zeit an die Grenze der Belastbarkeit zu gehen, ist durchaus gesund, hält fit und stärkt die Widerstandsfähigkeit.

Der negative Dysstress, der dauerhaft belastend im Köper, Psyche und bei sozialen Problemen wirkt, schadet Ihnen und kann letztendlich auch zu Burnout führen.

Wird dieser Stress nicht durch Veränderung im Leben und Neubewertungen der Stresssituation gelöst ist Burnout auf Dauer wahrscheinlich.

 

Typische Anzeichen von Stress, Überlastung und Burnout:

Burnout ist tückisch. Er schleicht sich ganz langsam an.

Bevor der Mensch überhaupt an Burnout denken kann ist er einfach nur überlastet:

  • Er verändert sein Schlafverhalten (weniger wird zur Norm).
  • Seine komplette Aufmerksamkeit konzentriert sich auf die Hauptbeschäftigung
  • Kompensationsverhalten (Essen/Trinken) wird normal
  • Bewegung nimmt ab
  • Die Überbelastung wird verleugnet/Erklärungsversuche
  • Es schleichen sich vermehrt Konflikte durch Verschlechterung der Kommunikation ein
  • die Beziehungen verschlechtern sich
  • Erst körperliche Einschränkungen wie z.B. Infektanfälligkeit, Diffuse Dauerschmerzen, Verdauungsprobleme

Alles Anzeichen, die man schon mal wegsteckt.

Der Köper wehrt sich gegen ein Ungleichgewicht von Anspannung und Erholung.

Hört der Mensch nicht darauf verschärfen sich die Anzeichen:

  • chronische Müdigkeit bei gleichzeitigen Schlafschwierigkeiten
  • Gedankliche Fixierung (Arbeit oder anderweitiges Problem)
  • Gereiztheit bis hin zur Aggression

später dann

  • Teilnahmslosigkeit
  • Erschöpfung
  • Schuldgefühle
  • depressive Stimmung,/Zukunftsangst
  • Verstärkung der  körperlichen Symptome 
  • Konzentrations,- Merk- und Denkstörungen
  •  oft ein Gefühl, als hätte jemand den Stecker gezogen mit gleichzeitiger innerer Unruhe
  • Totaler Rückzug

Die Übergänge der Symptome sind fließend.

Je früher sich der Betroffene Hilfe sucht, um so leichter kann die Situation aufgefangen werden.

 

Wie kann ich Burnout vorbeugen?

Wichtig ist es nach den ersten Anzeichen bei längerer Überlastung und Burnout sich professionelle Hilfe zu suchen.

Mit professioneller Hilfe können Sie eine Strategie entwickeln, wie Sie wieder zu Kraft kommen und zuversichtlich in die Zukunft schauen können. 

Mit ihr gemeinsam können Sie alle wichtigen Lebensbereiche, wie Job, Familie, Beziehung, Gesundheit, Hobbys und soziales Umfeld beleuchten und feststellen, wo Sie stehen bzw. wo Sie Defizite haben. 

Wenn Sie in allen Bereichen dort steht, wo Sie stehen wollen,  dann hat Burnout keine Chance.

Wenn aber zwei oder mehrere Bereiche kriseln oder  diese gar nicht  mehr vorhanden sind, dann stehen Sie nicht mehr so sicher in dieser Welt.

 

Mehr und detailliertere Infos zum Thema Burnout und dem Weg aus der Erschöpfung finden Sie in meinen weiteren Artikeln dieser Serie.

 

Wollen Sie kurz und knapp mehr zu dem Thema Burnout lesen? Dann empfehle ich Ihnen folgendes Buch:


Posted on 28. September 2017 by prenzeline.