Ist das schon Sucht?

Ist das schon Sucht...

Suchtberatung

... oder ist es keine?

Das Wort „Sucht“ klingt ziemlich heftig und  das Wort alleine fühlt sich schon unangenehm an.

Kein Wunder, denn eine unbehandelte Sucht entwickelt sich oft zur Krankheit, die dazu führt, dass man Dinge tut, die einem selbst und oft auch anderen ernsthaft schaden, ohne dass man dieses Verhalten kontollieren oder sogar stoppen kann.

Nach der Klassifizierung der ICD-10 ist Sucht das UNABWEISBARE VERLANGEN NACH EINEM VERHALTEN, DAS AUF DIE DAUER NACHWEISLICH SCHÄDIGT.

Das entscheidende Wort ist „unabweisbar“. Wo fängt aber „unabweisbar“ an?

Gelegentlich etwas zu tun oder zu nehmen, das schadet,  ist nicht klug, doch es ist keine Sucht.

Erkennt man, dass man sich selbst schadet, hat man die Freiheit sein Verhalten zu ändern, auch, wenn es schwer fällt. In der Sucht hat man diese Freiheit nicht mehr. 

Wenn die Freiheit abhanden kommt

Was ist, wenn man erkennt, dass die Freiheit etwas zu ändern plötzlich abhanden kommt? Lange kann man sich noch etwas vormachen oder es schön reden. Aber, wenn man dann erkennt, dass das eigene Verhalten schadet und auch noch UNABWEISBAR wird, also nicht mehr gesteuert werden kann, entsteht Hoffnungslosigkeit für einen Süchtigen.

So oft man immer wieder versucht das schädigende Verhalten zu ändern, erlebt man immer wieder ein Scheitern. Und dieses Scheitern kann sowohl beim weniger trinken oder rauchen entstehen, aber auch bei Spielsucht, Arbeitssucht, Shoppingsucht u.v. m.

Egal wie oft man sich dieses Scheitern noch schön reden will, es bleibt ein Scheitern, das sehr Scham besetzt ist oder sein kann. Irgendwann muss man sich dann eingestehen, dass man keine Kontrolle über das eigene Verhalten hat. Meist fühlt man sich dann noch schlechter und er greift noch schneller zum Suchtmittel, um auch dieses unangenehme Gefühl zu betäuben.

Als Süchtiger tut man alles um ein Symptom zu vermeiden, das man Suchtdruck nen

Suchtdruck versus Bedürfnisbefriedigung

Suchtdruck – natürlich fühlt man sich besser, wenn man sein Suchtmittel zu sich genommen hat, egal ob es stoffliche Mittel (Tabletten, Nikotin, Zucker, Alkohol etc) sind oder ein Verhalten, wie exzessives Arbeiten, süchtiges Helfen oder süchtiger Sport.

Süchtiges Verhalten kann man mit der Einnahme einer Schmerztablette vergleichen: sie nimmt den Schmerz, aber sie heilt nicht die Ursache.

Erfüllt man sich dagegen ein echtes Bedürfnis (Ursache), dann kommt man automatisch in einen Zustand der inneren Zufriedenheit, der Dankbarkeit, der Freude und des Friedens, die nicht verschwinden, wenn die Wirkung nachlässt. 

Das Schwierige an der Unterscheidung zwischen Sucht und echter Bedürfniserfüllung ist, dass die Sucht am Anfang genau die gleiche Wirkung wie eine echte Bedürfniserfüllung zeigt: ein Hochgefühl. Die Sucht füllt eine innere Leere, die allerdings nur kurzzeitig das Loch zudeckt und nach Abklingen des Verhaltens oder der Einnahme um so deutlicher wieder sichbar wird.

Mit einer echten Bedürfniserfüllung wissen wir um das Bedürfnis und können es mit sinnvollen Mitteln dauerhaft verändern oder erfüllen. 

Es braucht nicht ein Weglassen des Suchtmittels, sondern ein Erkennen des wahren Bedürfnisses und dessen Erfüllung.

Es braucht eine Entscheidung sich für das echte  Glück und  die Erfüllung der wahren Bedürfnisse zu entscheiden.

 

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Barbara Cada

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Ein paar Klientenstimmen von vielen ...

Buchempfehlung:

Süchte verstehen und endlich loslassen:

von Susanne Hühn

 

Essen, Rauchen, Social Media, Drogen, Beziehungen, Sex, Sport, Arbeit – es gibt vieles, wonach wir süchtig sein können. Doch warum entwickeln wir überhaupt Abhängigkeiten?

Wir alle sind auf der Suche: nach bedingungsloser Liebe, beständiger Geborgenheit, rückhaltloser Unterstützung. Wenn wir diese nicht finden, versuchen wir, den Schmerz darüber zu betäuben und die innere Leere anderweitig zu füllen. Susanne Hühn, ganzheitliche Physiotherapeutin, Seminarleiterin und bekannte Ratgeberautorin, befasst sich seit vielen Jahren mit diesem Thema und zeigt uns einen Weg aus der Sucht. Sie gibt uns Coachingfragen und therapeutische Übungen an die Hand, mit denen wir zunächst der Sucht auf den Grund gehen, erfahren, wie diese tickt. Dann zeigt sie uns, wie wir der Sucht begegnen und uns Schritt für Schritt von ihr lösen können – mit dem Ziel klar vor Augen: Endlich un-abhängig!