Nennen wir Sie Barbara 😉
Sie ist stark und gibt niemals auf, als Mutter, Großmutter und Tochter. Und sie steht immer parat, egal ob es das Hüten der Kinder ist, Organisation von Familienfeiern, Betreuung der dementem Mutter und dann gibts da auch noch ihren Job und natürlich ein Haus mit Garten …
Wie in jeder Familie, gibt es auch in dieser Großfamilie ungeschriebene Drehbücher in denen einer Person unbewusst die Rolle des „Aschenputtels“ zugewiesen wird.
Barbara ist die Erstgeborene, die Starke, die Pflichtbewusse. Sie ist diejenige, die bei jedem familiären Hilferuf sofort einspringt, die pflegt, organisiert, zahlt, zuhört und tröstet und im Hintergrund unendlich viel leistet.
Doch das schmerzhafte Paradoxon dieser Rolle lautet: Barbara darf zwar helfen und viel oder sogar die meiste Last tragen, hat aber am Ende am wenigsten zu sagen, schon gar keine Kritik oder Forderungen. Nein, soweit geht die „Familien-Liebe“ nicht!
Wenn es um Anerkennung, Augenhöhe oder echte emotionale Nähe geht, wird das Aschenputtel/Barbara oft weggeschoben, um- und übergangen oder gar als emotionaler Biltzableiter benutzt, wenn andere schlecht drauf sind.
Sie ist oft entsetzt über die Reaktionen, zieht sich auch manchmal zurück oder wird wütend. Aber nach kurzer Beruhigung ist sie wieder im Dienst und hält das Familiensystem aufrecht.
Vielleicht kennst du dieses Gefühl auch. Du hast Jahrzehnte damit verbracht diesem System zu dienen und stellst irgendwann erschöpft fest: „Ich funktioniere nur noch. Mein ganzes Leben fühlt sich an wie ein unaufhörlicher Überlebenskampf.“
Warum machen wir das oft viele Jahre, manchmal Jahrzehnte mit? Die Psychologie und moderne Hirnforschung geben uns hierauf eine sehr mitfühlende Antwort: Es ist die tief verankerte Sehnsucht unseres inneren Kindes nach Liebe Zugehörigkeit. Unbewusst steuert uns das Programm: „Wenn ich mich nur noch mehr anstrenge, wenn ich nur noch mehr leiste und stillschweigend die Lasten trage, dann werde ich nirgendwann gesehen und geliebt und gehöre dazu.“
Es ist eine schmerzhafte, aber zutiefst heilsame Desillusionierung zu erkennen: Manche Menschen sind emotional schlichtweg nicht in der Lage, uns diese Anerkennung zu geben. Nicht, weil wir nicht gut genug sind, sondern, weil sie in ihren eigenen Mustern gefangen sind.
Wenn wir jahrelang im Überlebensmodus waren, verlernen wir zu spüren, was wir eigentlich wollen. Wenn wir dann Ratgeber hören, die uns auffordern, im endlich „unsere Träume zu verwirklichen“, stehen wir oft vor einer großen Leere und fragen uns: „Welche Träume denn bitte?“
Wahre Selbstverwirklichung bedeutet in jeder Lebensphase keine radikale Neuerfindung im Außen. Sie bedeutet vielmehr, die Perspektive auf das zu verändern, was wir uns bereits erschaffen haben.
Dein eigenes Zuhause, ein Stück mehr Unabhängigkeit, ein sicherer Rückzugsort, ein gutes Netzwerk an Freunden/Nachbarschaft oder hobbys, die dir Freude bringen – all das ist in Wahrheit bereits ein erfüllter Traum. Der einzige Schritt, der jetzt noch fehlt, ist, die emotionale Zugbrücke zu den Menschen hochzuziehen, die selbstverständlich immer zu Raubzügen im eigenen Königreich einfallen.
Unser Gehirn liebt vertraute Bahnen – auch die ungesunden. Wenn wir jahrzehntelang der Puffer für andere waren, fühlt sich Abgrenzung im ersten Moment falsch oder zumindest ungewohnt an, manchmal auch fast bedrohend. Doch die moderne Hirnforschung zeigt: Unser Gehirn ist bis ins hohe Alter wnadlungsfähig (Neuroplastizität)
Wir können lernen, neue neuronale Bahnen für Selbstfürsorge und gesunde Grenzen anzulegen.
Wie gelingt der Ausstieg aus dem Aschenputtel-Drehbuch?
Du hast in deinem Leben genug geleiste und überlebt. Es ist an der Zeit, die Lasten der Vergangenheit abzulegen und der König/die Königin im eigenen, friedlichen Reich zu werden
Deine Reise ins Land der inneren Freiheit kann mit einem Gespräch beginnen. Rufe mich an, dann können wir besprechen, wie dein Weg aussehen kann. Du kannst sie auch mit viel Privatshäre durchführen.
Ruf mich einfach an. Am besten erreichst du mich von Montag bis Freitag zwischen 8 Uhr und 9:30 Uhr.