info@barbara-cada.de    Tel: 089 23144943

So gings`s los ...

Angst, Panik, Panikattacken…es ist Gott sei Dank schon ewig her!

Wir waren beim Chef meines Mannes eingeladen und ich hatte einen gelungenen, aber sehr anstrengenden Nachmittag mit viel small talk, Kaffee und Sekt hinter mir. 

Die Kinder hatten wir vorher, nach einer langen und nervigen Autofahrt, bei meinen Eltern geparkt.

Es war ja ein wichtiger Termin und wir wollten einen ruhigen Nachmittag. 

Und jetzt war alles geschafft, der Stress ließ langsam nach. 

Kurz vor dem Haus meiner Eltern passierte es: in meinem Kopf kribbelte es plötzlich, mein Hals schnürte sich zu und ich konnte nicht mehr richtig schlucken, mir wurde schwindlig und ich bekam keine Luft mehr.

Ich hatte Angst!

Ich hatte Angst zu ersticken!

Da waren nur noch Todesangst und Panik!!!

Ein Arzt wurde gerufen und bis er kam, waren die Symptome bereits fast wieder abgeklungen.

Was blieb war die Angst. Es war die Angst, dass es wieder passieren könnte.

Diese Angst begleitete mich viele Jahre.

Es begann ein Arzt-Hopping

Der Arzt meiner Eltern diagnostizierte eine Angst-/Panikattacke und ließ mir ein Beruhigungsmittel da.

Angst-/und Panikattacke???? Für mich waren das böhmische Dörfer, da musste doch etwas in meinem Körper nicht stimmen. Anders kann das doch nicht sein…

Wieder zuhause angekommen ging ich zum Hausarzt. Der checke mich durch, ich war kerngesund. 

Trotzdem stimmte irgendwas nicht. Die Angst blieb. Ich hatte plötzlich auch noch Angst krank zu sein. Ich kannte mich kaum wieder. Ich war doch immer gesund. 

Also wechselte ich den Arzt, ging auch zum Neurologen und wieder zu einem anderen Arzt.

Die Angst vor der Angst

Außerdem beobachtete ich mich akribisch, 

ES, die Panikattacke, sollte nie wieder passieren. 

Plötzlich schmerzten undefinierbar meine Knochen. 

Kleinere Attacken folgten … ich konnte plötzlich meinen Kindern beim Autofahren nicht mehr antworten …. Panik!!

Bei einem Flug nach New York, unserem ersten Urlaub ohne Kinder, passierte es dann wieder.

Nach einer stressigen ersten Etappe, neben einem alleine reisenden Kind, bekam ich beim Umsteigen in Frankfurt die nächste Panikattacke. Ich konnte  nicht einsteigen. 

Diese Panikattacke verschaffte uns dann einen Platz in der Businessclass. Ich betäubte mich mit Sekt und schlief ein. Nach dem Aufwachen war die Panik um so stärker wieder da. Die gleichen Symptome wie beim ersten Mal: Kopfkribbeln, Hals zu, Zittern und Atemnot und Angst vor dem Sterben. Und ich kam nicht mehr raus aus dem Flugzeug …

Der ganze Urlaub war geprägt von Angst und Panik. Dazu kamen auch noch Zwangsgedanken … Ich hatte plötzlich Angst mich nicht mehr unter Kontrolle zu haben und auf einer Fähre über die Reling zu springen.

Irgendwann landete ich dann sogar für einige Stunden in einem US-Krankenhaus in New England. Die Attacke ließ sofort wieder nach.

Den Rückflug überstand ich nur mit Beruhigungstabletten.

Ein einziger Horrortrip!!!! 

Das Leben mit der Angst

Über viele Monate  wiederholten sich diese Attacken. 

Die diversen konsultierten Ärzte hatten lediglich gute Tipps oder Tabletten (Valium u.ä.) für mich. 

Die Tipps halfen nicht, die Tabletten wollte ich nicht nehmen, wenigstens nicht regelmäßig.  

Allerdings wurde das Tablettenröhrchen mein Rettungsanker, den ich immer mit mir führte. Nur zum Fliegen erlaubte ich mir eine zu nehmen.

Es war eine fürchterliche Zeit, für die ganze Familie.

Angst- und Panikattacken als Wink der Psyche

Heute verstehe ich das alles. Rückwirkend, mit Distanz versteht man seine Lebenslektionen immer besser.

Damals war ich restlos überfordert und habe wirklich alle Warnhinweise übersehen.

Ich war super jung (Anfang 20), Hochzeit, Ortswechsel, bekam 2 Kinder kurz nacheinander, ein Einfamilienhaus, einen Mann, der selbst mit seiner Karriere überfordert war. Dazu noch meine Mutter, die mir jeden Abend Anweisungen für ein gutes Gelingen meiner Ehe und Mutterrolle per Telefon soufflierte.

Ich ackerte täglich mind. 18 Stunden für die Kids und das neue Haus und litt wie alle Mütter unter dem Schlafentzug.

Mein Bauchgefühl sagte mir schon lange, dass ich das nicht mehr weiter schaffen werde. Aber dieses wurde von den inneren Stimmen übertönt:  „du musst…“,  „es geht nicht anders …“  oder „wer soll es denn sonst machen …“ 

Wenn dann noch zusätzliche Belastungen hinzu kamen, wie lange Autofahrten mit den Kids, übergriffige Eltern und angespannten Geschäftstreffen (mit Alkohol und Kaffee),  dann wehrte sich mein Körper. 

Er signalisierte mir: wenn du so weiter machst, dann

 

 “ kriegst du  keine Luft mehr!“

und

„verlierst die Kontrolle über dein Leben!“

 

Heute hilft die neue Hirnforschung mit neuen Erkenntnissen

Durch die neuesten Ergebnisse der Hirnforschung weiß man heute das Angst „erlernt und erworben wurde“. Entsprechend wurden Übungen und Techniken entworfen, wie man die Angst im Kopf „umprogrammieren“, also wieder verlernen kann. 

Diese Techniken führen dann zu einer (positiven) Veränderung der Lebensumstände und dem Umgang mit der Angst:

In meinen nächsten Artikeln kannst du dazu demnächst lesen:

Bleib also dran!

Wenn dir das zu langsam geht und du schneller deine Ängste besiegen willst, dann hast du zwei weitere Möglichkeiten: 

Buchempfehlung

Ein Großteil aller Traumata, Neurosen, Phobien und Angststörungen kann in weniger als 10 Sitzungen vollständig aufgelöst werden.« Klaus Bernhardt

Der Angstexperte Klaus Bernhardt stellt die hierzulande gängigen Therapieformen gegen Angst auf den Prüfstand und gleicht sie mit den Erkenntnissen der modernen Hirnforschung ab. Sein Ergebnis ist ernüchternd: Die meisten dieser Therapieformen sind seit Jahrzehnten veraltet und neurowissenschaftlich nicht mehr haltbar. Mit seiner Methode stellt er eine völlig neue Art der Angsttherapie vor, die die Verarbeitungsprozesse unseres Gehirns gezielt nutzt, um Angst- und Panikpatienten schnell wieder in ein normales Leben zurückzuführen. Einer bemerkenswert hohen Zahl seiner Patienten hat er mit diesen Übungen und Techniken bereits nach wenigen Wochen die Rückkehr in ein angstfreies Leben ermöglicht.

Hat Dir der Artikel gefallen? Dann schreib Dich in meine Email- Liste ein. Ich gebe Dir dann Bescheid, wenn ein neuer Artikel erscheint!

(Deine Daten sind bei mir sicher. Versprochen!
Ich gebe sie nicht an Dritte weiter und schicke auch keine ungewollte Werbung.
Datenschutz ist Ehrensache für mich.)

* indicates required

Posted on 11. Juli 2020 by prenzeline.