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Unser Bauchgefühl warnt uns ...

Psyche, Körper, Symptome, Gehirn, Bewusstsein, Unterbewusstsein, Bauchgefühl, Warnung, Krank, Atemnot, Zittern, Schwindel, TodesangstBei all unseren Gedankengebilden und Planungen gibt es immer wieder dieses kleine Gefühl von STIMMT oder STIMMT nicht. Oder aber auch GENAU SO oder BLOß NICHT!

Das Dumme ist nur, dass wir dafür keine Begründungen finden. Es lässt sich einfach nicht begründen und ist einfach nur da.

Aber der Mensch liebt es sich für alles eine Begründung zu suchen. Damit wir ja nichts falsch machen, wägen wir in einer Tour ab, schreiben plus-minus-Listen und zermartern uns das Hirn.

Dabei geht so ein kleines schnelles Bauchgefühl schon mal unter.

Auf das Bauchgefühl hören lernen wir nirgendwo, unseren Verstand zu gebrauchen schon, meist mehr als es gut ist.

Und genau der Verstand ist deutlich langsamer und dümmer als unser Bauchgefühl, das sich aus all dem Wissen unseres Unterbewussten in Sekundenschnelle speist.

Hierzu kannst du gerne nochmals meinen Artikel „Angst im Kopf“ nachlesen, wie das gewaltige „Kraftwerk Gehirn“ funktioniert.

Wer nicht hören will, muss fühlen

Wie das Sprichwort schon sagt: wer nicht hören will, muss fühlen.

Wer also sein Baugefühl überhört, bekommt Warnungen von diesem übersandt.

Zuerst in kleinem Unwohlsein, dann später mit körperlichen Symptomen, wie z.B. Atemnot, Zittern, Schwindel,  Angst und Panikattacken u.ä.

Und unser Unterbewusstes meint es sogar gut, wenn uns diese Warnungen schickt. Es will verhindern, dass wir weiter in die falsche Richtung laufen, die uns schadet.

Und damit der Körper es auch wirklich empfängt und nicht übergeht, setzt er schnell Boten ein: Die Neurotransmitter.

Neurotransmitter die Boten des Unterbewussten

Mit jede ängstlichen Gedanken regt das Gehirn die Nebennieren dazu an den Neurotransmitter Adrenalin auszuschütten. Dieser Botenstoff lässt das Herz schneller schlagen und sorgt somit dafür, dass möglichst schnell viele Nährstoffe und Sauerstoff in den Körper transportiert werden. Arme und Beine werden reichlich versorgt, denn bei Ängsten ist es wichtig, schnell weglaufen oder sich zumindest wehren zu können.

Leider können Menschen mit einer Angststörung diesen Überschuss an Nährstoffen in der Regel nicht durch Flucht oder Kampf auflösen können. Meist erstarren sie in Angst und werden unbeweglich, können im schlimmsten Fall nicht mehr das Haus verlassen.

Deshalb muss gerade bei diesen Menschen die Anspannung und der Überschuss an Nährstoffen dann anders erfolgen. Der Körper will ja so schnell wie möglich wieder in ein Gleichgewicht kommen.

Das Abbauprogramm des Körpers, das als Schutzmechanismus dient:

Kribbeln und Zittern sind Microbewegungen der Muskulatur, durch die die Körpertermperatur schnell nach oben getrieben und somit überschüssige Energie in den Zellen verbrannt wird. Hitzewallungen und schweißnasse Hände sind Begleiterscheinungen

Schwindel, kribbelnde und feuchte Haut oder sogar Muskelkrämpfe, wenn aufgrund der Angst besonders schnell und tief eingeatmet wird. Bei dieser Hyperventilation wird vermehrt Kohlendioxid abgeatmet, der ph-Wert im Blut steigt an

Durchfall und Magenkrämpfe und Atemprobleme entstehen durch die Ausschüttung von Histamin. Auch hier will der Körper uns nur helfen um in einem vermeintlichen Flucht- oder Kampfmodus möglichst schnell handeln zu können. 

So arbeitet der Verstand

Ja, wir denken viel, täglich ca. 60.000 Gedanken. 

Bewusst denken und überlegen wir, wägen ab, entscheiden oder grübeln.

Sobald wir unserem Gehirn jedoch eine Ruhepause gönnen (bewusst oder unbewusst), sucht sich unser Gehirn eine neue „Beschäftigung“. Wenn wir ihm keine weitere bewusste Aufgabe geben wird es automatisch auf den unbewussten Bereich unseres neuronalen Netzwerkes umgeschalten. Und dafür nimmt er immer den Bereich, den wir am stärksten ausgebildet haben.

Bei starken Zweiflern, Grübeln, Sorgentypen und Angsthasen ist es dann die riesige neuronale Autobahn, die durch negative Erfahrungen und Gedanken entstanden ist. Und meist beginnt sich das  Gedankenkarrussel  zu drehen.

Und wir fühlen uns dann entsprechend: traurig, enttäuscht, wütend usw.

Unsere Angst- und Panikattacken kommen selten wenn wir gerade mit etwas beschäftigt sind oder arbeiten. Unser Gehirn ist dann mit bewussten Denken beschäftigt. In dieser Zeit steuern wir unsere Gedanken. Das Bauchgefühl bleibt dann oft unbemerkt.

Bewusstes und unbewusstes Denken

So lange wir unseren Verstand bewusst beschäftigen haben wir meist noch die Kontrolle über unsere Gedanken. Entsprechend entstehen dann auch wieder neue Synapsen im Hirn.

Sobald wir jedoch in einen Ruhezustand kommen steuern wir unsere Gedanken nicht mehr bewusst. Unser Gehirn denkt aber weiter, es kann einfach nicht ohne denken existieren.

Unser Gehirn wird in so einer Situation automatisch auf die dickste Datenautobahn im Gehirn zugreifen. 

Es greift dann also auf Angst und Panik oder auf Sorgenthemen zurück.

Wenn wir dann noch gerade besonders kraftlos, überfordert,  gestresst oder nervlich angeschlagen sind, dann reagiert unser Körper schon mal mit der ersten Angst- und Panikattacke.

Das Tückische ist dann, dass diese Attacke wiederum unsere riesige Angst-Daten-Autobahn im Kopf verstärkt. 

Mit der ersten Angst- und Panikattacke entwickeln wir dann oft noch eine zusätzlich Angst davor, die uns dann noch tiefer in die Angstspirale zieht und unser Leben und Denken zusätzlich erschwert.

Und genau dann entstehen oft auch Angst- und Panikattacken.

Unser Unterbewusstsein = Bauchgefühl

Neben all den Gedanken haben wir Gott sei Dank noch etwas wie das Bauchgefühl. Das Bauchgefühl speist sich aus dem Unterbewussten.

Das Unterbewusstsein kann in einer Sekunde 80.000 Informationen verarbeiten. Es kann binnen weniger Sekunden alle ihm zur Verfügung stehenden Daten checken und dann eine Entscheidung füllen, die es dem Bauchgefühl mitteilt.

Es werden unglaublich viele Informationen berücksichtigt an die wir bewusst niemals denken würden: Körperhaltung Körpersprache, Stimmlage, Wortwahl, Geruch, Bilder u.v.m.

Das sind dann die Gefühle in uns, die spontan NEIN oder JA sagen. Es sind die Entscheidungen, die nicht mit irgendwelchen Argumenten hin- und her gewogen werden müssen.

Das Bauchgefühl ist ein Gefühl, dass uns zeigt, wo es lang geht. Es lässt uns gut fühlen, wenn wir stimmige Entscheidungen treffen. Oder uns ist mulmig, wenn wir nicht auf unser Unbewusstes hören. 

Wenn wir nicht auf unseren Bauch hören schlafen wir unruhig oder durchleben nachts  Albträume. Es lässt uns einen flauen Magen bekommen und die Angst im Nacken spüren . Wir reagieren plötzlich empfindlich auf bestimmte Speisen und Menschen. Oder uns quält Kopfweh und Sodbrennen.

Wir sind nur leider so oft in unserem Kopf mit den vielen Argumenten beschäftigt, dass wir unser Bauchgefühl oft nicht bemerken oder nicht verstehen können. 

 

Wenn wir nicht auf unser Bauchgefühl hören...

Es wäre also die klügste Entscheidung, die wir treffen können, wenn wir auf unser Bauchgefühl hören und danach leben würden.

Wenn wir unser Bauchgefühl zu oft oder zu lange überhören, dann reagiert unser Körper z.B. mit einer Angst- und Panikattacke. Es ist als wenn er dann sagt: du bist auf dem falschen Weg. Ich muss dir jetzt stärkere Gefühle und Symptome schicken, du hörst ja sonst nicht auf mich.

Damit die Symptome auch körperlich zu spüren sind nutzt das Unterbewusste  Neurotransmitter, mächtige Handlanger unserer Psyche.

Neurotransmitter sind körpereigene Botenstoffe, durch die unser Gehirn nahezu jede körperliche Reaktion hervorrufen kann. Es gibt viele Neurotransmitter. Die bekanntesten sind Adrenalin, Noradrenalin, Serotonin, Dopamin, Oxytocin und Histamin.

Diese können dann in Sekunden Zittern, Kribbeln, Atemnot, Durchfall , Angst, Panik  u.v.m. auslösen.

Auch wenn diese Symptome schlimm sind, dienen sie jedoch dazu uns zu schützen, auch wenn das in diesem Moment schwer vorstellbar ist.

Diese Symptome sagen uns: jetzt ist es Zeit etwas zu ändern. 

Mehr zu den Botenstoffen und welche körperlichen Beschwerden sie auslösen kannst du in meinem nächsten Artikel lesen: Boten, die uns warnen!

 

Hier sind noch ein paar Links, auf denen du dich weiter zum Thema informieren kannst:

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Ein Großteil aller Traumata, Neurosen, Phobien und Angststörungen kann in weniger als 10 Sitzungen vollständig aufgelöst werden.« Klaus Bernhardt

Der Angstexperte Klaus Bernhardt stellt die hierzulande gängigen Therapieformen gegen Angst auf den Prüfstand und gleicht sie mit den Erkenntnissen der modernen Hirnforschung ab. Sein Ergebnis ist ernüchternd: Die meisten dieser Therapieformen sind seit Jahrzehnten veraltet und neurowissenschaftlich nicht mehr haltbar. Mit seiner Methode stellt er eine völlig neue Art der Angsttherapie vor, die die Verarbeitungsprozesse unseres Gehirns gezielt nutzt, um Angst- und Panikpatienten schnell wieder in ein normales Leben zurückzuführen. Einer bemerkenswert hohen Zahl seiner Patienten hat er mit diesen Übungen und Techniken bereits nach wenigen Wochen die Rückkehr in ein angstfreies Leben ermöglicht.

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Ich kann mein Gehirn nutzen und lasse mich nicht von ihm benutzen. Der bekannte Neurowissenschaftler 

Rudolph E. Tanzi und Deepak Chopraverbinden Wissenschaft und Persönlichkeitsentwicklung und erklären, wie die spektakulären Erkenntnisse der Neurowissenschaften u. a. bei Alzheimer, Depression, Angst und Übergewicht angewandt werden können. Sie entwerfen eine neue Vision des Gehirns und zeigen, wie Achtsamkeit und Meditation nachweisbare Veränderungen in den neuronalen Bahnen bewirken. Ihr gemeinsames Fazit: Nichts ist unmöglich. Die Reaktion in Amerika: ‚A mind-blowing book.‘

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Posted on 15. August 2020 by prenzeline. Schlagwörter: ,